Ziele

Public Health Nutrition entstand in Deutschland aus den Gesundheits- und Ernährungswissenschaften und verfolgt das Ziel, vermeidbare chronische Erkrankungen, sowie die in ihrem Zusammenwirken meist gravierenden Folgen dieser Erkrankungen zu mindern oder zu verhindern. Die Public Health Perspektive impliziert, dass der Fokus von Public Health Nutrition hierbei weniger auf individuumsbezogenen Ansätzen, sondern auf bevölkerungsbezogenen Interventionen liegt. Anstelle der klassischen verhaltensorientierten Präventionsansätze werden somit vor allem solche Interventionsansätze verfolgt, die versuchen über eine Veränderung der Lebensverhältnisse die Gesundheit von Bevölkerungen oder Bevölkerungsgruppen zu verbessern. Durch eine systematische Bewertung existierender Wissensbestände sowie durch gezielte Generierung neuer Forschungserkenntnisse sollen erfolgversprechende Maßnahmen zur Förderung und Erhaltung der Gesundheit von Bevölkerungen identifiziert und implementiert werden. Hierzu nutzt PHN das Konzept des Public Health Action Cycles.

  1. Erfassung und Analyse gesundheitlicher Problemlagen der Bevölkerung (Assessment)
  2. Entwicklung von gesundheitspolitischen Interventionsstrategien (Policy development)
  3. Umsetzung dieser Strategien im Gesundheitssystem (Assurance)
  4. Prüfen der Akzeptanz und Wirksamkeit (Evaluation)

Literaturverzeichnis

Pérez E. G.: A homage to Dr Jose María Bengoa: the world’s conscience of community nutrition. Journal of Epidemiology and Community Health 2003;57:1; doi:10.1136/jech.57.1.1-a Copyright © 2003 by the BMJ Publishing Group Ltd

Hughes, R.: Definitions for public health nutrition: a developing consensus Public Health Nutrition: 6(6), 615–620.: Submitted 14 January 2003: Accepted 1 May 2003; DOI: 10.1079/PHN2003487

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Ruckstuhl, B. et al. (2009): Förderung der Qualität in Gesundheitsprojekten. Der Public Health Action Cycle als Arbeitsinstrument. Unter: http://www.quint-essenz.ch/de/files/Foerderung_der_Qualitaet.pdf. (abgerufen am 09.12.2014)

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